Pädagogische Arbeit
Ziel meiner pädagogischen Arbeit ist:
Dem Kind Raum geben, damit es Selbstständigkeit erlangen und
soziale Kompetenzen entwickeln kann.
Begleitet vom Leitsatz Maria Montessori ,,Hilf mir es selbst zu tun".
Als Tagespflegeperson habe ich einen Auftrag zur Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder.
Hierbei orientiere ich mich an dem Bildungsplan für Schleswig Holstein.
Durch die Betreuung in einer kleinen Gruppe ist es mir schneller möglich, Geborgenheit zu vermitteln und eine Bindung zum Kind aufzubauen. Bildung setzt Bindung zwischen Kind und Erwachsenem voraus. Das Kind bildet sich selbst durch Beobachten, sinnliches Wahrnehmen, Nachahmen, Wiederholen, Spielen und Ausprobieren. Ich habe die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und der Tagesform des Kindes, auf seine Bedürfnisse einzugehen und dabei die einzelnen Bildungsbereiche zu beachten.
Umsetzung der Bildungsbereiche im Alltag:
Bewegung: Während der Qualifikation zur pädagogischen Frühförderung habe ich viel über die Bedeutung der Bewegung erfahren. Deshalb setze ich einen großen Schwerpunkt auf diesen Bereich. Bewegung ist Bildung.
Die Lindenwichtel haben einen festen Turntag in der Woche. Die Kinder haben große Freude an Bewegungsspielen, gerne schon im Morgenkreis, als Start in den Tag. Auf unseren Ausflügen können sie über die Felder flitzen, beim Spielplatzbesuch klettern, schaukeln, rutschen...
Sprache und Musik: Dieser Bereich hat eine große Bedeutung für die weiteren Bildungsprozesse.
In den Gesprächen mit den Kindern üben sie zuzuhören, zu erzählen und soziales Miteinander. Der Tagesablauf wird durch Lieder, Fingerspiele, Bilderbücher und Musik begleitet.
Natur und Umwelt: Die Lindenwichtel nutzen fast jedes Wetter für den Aufenthalt im Freien. Wir erkunden und beobachten die Natur mit allen Sinnen. Gerne sammeln wir Naturmaterialien zum Basteln und Spielen. Mit einer großen Begeisterung gießen die Kinder das Obst und Gemüse in unserem Garten, verfolgen das Wachstum und ernten später.
Kultur und Gesellschaft: Die Kinder erleben in der Tagespflege die eigene und fremde Kultur. Sie erfahren Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Begrüßungsritualen, Feiern und Festen sowie Tischkultur. Hierbei ist es mir wichtig, die Mahlzeiten gemeinsam zu beginnen. Wir wünschen uns guten Appetit mit einem Tischspruch.
Naturwissenschaft und Mathematik: Das sind ebenfalls Bereiche, die schon im Kleinkindalter angesprochen werden. Ich nutze dabei die kindliche Neugier und Freude am Entdecken und Ausprobieren. Die Kinder haben die Möglichkeit, verschiedene Konstruktionsmaterialien auszuprobieren. Im Morgenkreis zählen wir die Kinder. Beim Tischdecken überlegen wir gemeinsam, wie viele Gläser und Teller wir brauchen.
Ernährung und Gesundheit: Die Kinder erleben eine gute Tischkultur. Sie werden beim Tischdecken und Zubereiten mancher Speisen einbezogen. Es ist mir ebenfalls wichtig, dass sie achtungsvollen Umgang mit den Lebensmitteln erfahren. Ich sitze während der Mahlzeiten mit den Kindern am Tisch, das hat bedeutende Vorbildfunktion. Auch meine Einstellung zu den Lebensmitteln hat für die Kinder eine Bedeutung. Das Händewaschen vor dem Essen, nach dem Toilettenbesuch und wenn wir von draußen kommen ist ein Ritual bei den Lindenwichteln.
Freispiel: Das freie Spiel ist ein wichtiger Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Die Kinder lernen durch Beobachten und Nachahmen. Sie sammeln Erfahrungen auf der sozialen, emotionalen, sprachlichen, motorischen sowie kognitiven Ebene. Deshalb möchte ich den Kindern Zeit und Raum für das selbstbestimmte Spiel geben.
Tagesablauf
8.00 Uhr - 8.30 Uhr Bringen und Ankommen mit Freispielphase
8.30 Uhr - 9.00 Uhr Frühstück
9.00 Uhr - 9.30 Uhr Morgenkreis mit Begrüßungsritual, Singen, Fingerspiele, Vorlesen, Bewegungsspiele
9.30 Uhr - 11.00 Uhr Aufenthalt im Freien, Angebote
11.00 Uhr - 11.30 Uhr Freispiel, Vorbereitung des Mittagessens
11.30 Uhr - 12.00 Uhr Mittagessen
12.00 Uhr - 13.30 Uhr Mittagsruhe
13.45 Uhr Abholzeit
Beschreibung der Tagespflegestelle
Die Lindenwichtel treffen sich in unserem Einfamilienhaus im Pölitzer Weg 50. Den Kindern steht ein helles, freundliches Spielzimmer im Obergeschoss zur Verfügung. Der Raum bietet Platz zum Spielen, Bauen, Basteln aber auch zum Zurückziehen. Die gemeinsamen Mahlzeiten nehmen wir im Erdgeschoss ein. Hier können sich die Kinder im offenen Wohn- und Essbereich frei bewegen. Der angrenzende Garten mit einem Spielbereich bietet uns sicheren Aufenthalt im Freien. Ein Gartenspielhaus, überdachte Sandkiste mit einer Außenkinderküche laden zum Spielen und Matschen ein. Eine große Linde bietet uns im Sommer Schatten und ist ein Futterplatz für die Eichhörnchen, die uns gerne mal besuchen kommen. Auf den Ausflügen in die nähere Umgebung können wir Kühe, Rehe und Hasen entdecken. Der Drachenspielplatz ist für uns gut zu erreichen. Dort treffen wir auch Kinder aus der Nachbarschaft.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnungszeit bietet die Möglichkeit uns kennen zu lernen und Vertrauen aufzubauen. Beziehung und Bindung entwickelt sich mit der Zeit. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die Kinder von einer Bezugsperson dabei begleitet werden und sich schrittweise lösen können. Bei der Eingewöhnung orientiere ich mich an dem ,,Berliner Modell". Die Dauer der Eingewöhnung liegt zwischen zwei bis drei Wochen. Dabei hat jedes Kind sein eigenes Tempo.
Ernährung
Ich lege Wert auf frische und gesunde Ernährung. Die Kinder bekommen ein reichhaltiges Frühstück aus abwechselnden Brotsorten und Müsli. Käse, Wurst und ein selbstgemachter Fruchtaufstrich stehen zur Auswahl. Obst und Gemüse reiche ich ebenfalls zum Frühstück. Getränke stehen den Kindern immer zur Verfügung. Bei der Speiseplanaufstellung richte ich mich an der ,,Bremer Checkliste". Diese wurde für die Kindertagesstätten aufgestellt und erleichtert mir eine ausgewogene Verpflegungsplanung. Nach Möglichkeit beziehe ich die Kinder in die Vorbereitung mit ein.